Mittwoch, 12. Juli 2017

Rezension #15 Wir. Für Immer von Emma Wagner

* Achtung - kleine Spoiler und Zitate möglich *

Seit dem 29.06.2017 ist mit „Wir. Für Immer.“ der zweite Band von Emma Wagners Liebesroman-Reihe „Für Immer“ auf der Welt.
Das Buch handelt gleichzeitig von zwei Geschichten: der von Sophie und der von Liana.


Sophie arbeitet im Café ihrer Mutter und führt eine (eingefahrene) Beziehung mit Ralf. Leider läuft das Café nicht sonderlich gut, weshalb ein Geldgeber her muss. Als der nach einem Zwischenfall abspringt und Sophies Mutter verunfallt, ist das Chaos perfekt. Doch es kommt noch schlimmer… Sophie bekommt eine Nachricht, die ihre ganze Existenz in Frage stellt und der Einzige der ihr da helfen kann ist der arrogante Investor Noel… Gemeinsam mit Ralf und Noel macht sie sich auf eine abenteuerliche Reise nach Armenien und muss feststellen, dass sie sich etwas zu gut mit Noel versteht, nur leider verheimlicht er irgendetwas!
Liana lebt auf der familiären Granatapfelplantage ihrer Familie, als einziges Kind soll sie den wohlhabenden Vartan heiraten um die verschuldete Plantage zu retten, doch Liana will dieses altertümliche vorbestimmte Leben nicht. Und als eine Gruppe Zigeuner in die Stadt kommt, lässt sie die Begegnung mit dem geheimnisvollen Aren nicht mehr los. Das Schicksal hatte sie als Kinder getrennt, jetzt führte es sie wieder zusammen – aber das Glück hält nicht lange, denn zu viele Neider können das Glück anderer nicht ertragen.
Wie sind die beiden Frauen miteinander verbunden und werden sie je ihr Glück finden, oder reicht „eine einzige falsche Entscheidung, ein einziger Fehler“ um „eine große Liebe“ zu zerstören?

Das Cover 
Zu erkennen ist eine dunkelhaarige Frau, die vor einem Notebook sitzt (vermutlich Sophie). Im Hintergrund kann man durch ein Fenster auf einen See im Tal von Bergen schauen. 

Die Farben sind in orange/rot, violett und blau gehalten und haben eine leichte Pastellnote, was hervorragend zusammen harmoniert. Fast verborgen im Hintergrund sieht man eine kalligrafische Schrift. Das Farbschema setzt sich auf der Rückseite fort, dort kann man jetzt aber der Berge und den See voll erkennen. Durch die Farbgebung und das Einsetzen von Verblassen, wirkt das ganze Cover ätherisch – wunderschön.

Der Klapptext
Er ist ausführlich, was mich hier aber nicht stört, da er noch sehr viel der Geschichte zum erzählen übrig lässt. Hier kann man aber schon die Verschmelzung und Berührung beider Geschichten miteinander sehen.

„Eben noch war Sophies Welt nahezu perfekt, schließlich hat ihr langjähriger Freund ihr einen Heiratsantrag gemacht. Doch dem Café, das sie zusammen mit ihrer Mutter betreibt, droht das Aus. Ein Investor muss her – der ebenso gutaussehende wie arrogante Noel. Dann allerdings überschlagen sich die Ereignisse: Sophies Mutter erleidet einen Autounfall, und kurz darauf erfährt Sophie etwas, das ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Fassungslos will sie sich auf die Suche nach Antworten begeben und ausgerechnet Noel bietet ihr seine Hilfe an. Gemeinsam stoßen sie auf eine dramatische Liebesgeschichte, die eng mit Sophies Schicksal verflochten ist. Schon bald jedoch bringt nicht nur das, was dabei ans Licht kommt, Sophie aus dem Konzept, sondern auch Noel. Noel mit seinen strahlend blauen Augen und dem charmanten Lächeln, der sie mit seiner Unverschämtheit zur Weißglut bringt und sie gleichzeitig fasziniert. Doch er hat ein Geheimnis ... 
Eine zutiefst berührende Geschichte von Vertrauen, Verrat und Vergebung, von Freundschaft und Feindschaft, von zerstörten Hoffnungen und neuen Träumen – und dem Kampf um die ganz große Liebe.“


Quick Facts
Ebook:383 Seiten zum Einstiegspreis von 0,99 €
Taschenbuch:431 Seiten für 13,90€
ISBN:978-1521505588



Meinung

Emma Wagner hat etwas ganz tolles mit dem geschrieben Wort erschaffen. In „Wir. Für Immer.“ erzählt sie parallel zwei Liebesgeschichten; die Hauptgeschichte von Sophie wird in der ´Ich-Perspektive`, aus Sophies Sicht erzählt. Die Sub-Geschichte von Liana wird in der dritten Person erzählt und startet als Rückblick in die 80er Jahre.

So wechseln sich die Kapitel immer zwischen Haupt- und Subgeschichte ab, was volle Konzentration des Lesers erfordert. Aber das trägt dazu bei, dass es überhaupt keine Durststrecke gibt – man möchte immerzu wissen, wie es weitergeht.

Ein erster schriftstellerischer, stilistischer Hinweis auf die Verbindung der beiden Handlungsstränge miteinander, zeigt die dominoartige Schreibweise an Anfang und Ende der Kapitel. Wagner arbeitet den letzten Satz aus dem vorigen Kapitel passend in den ersten Satz des nächsten Kapitels um – das zeigt ihren großartigen Umgang mit Worten… Meiner Meinung nach eine Meisterleistung und etwas ganz besonderes!

Je länger man das Buch liest, desto mehr merkt man, dass beide Geschichten wahrlich zusammenhängen [aber anders als man eingangs glaubt]. Gen Schluss verschmelzen beide Erzähl-Ebenen zu einer und steuern auf ein krachendes Ende zu.
Mit unvorhersehbaren Wendungen ist die Story zu jeder Zeit höchst spannend und der Leser fiebert von Beginn an mit. Man ist gleich im Zauber der Geschichte gefangen.
Was diese Story weiterhin zu etwas Besonderem macht, ist die Art und Weise wie Emma mit den Gefühlen der Leser und Protagonisten umgeht und jongliert.
So stecken so viel Wortwitz, Humor und Sarkasmus in den Sätzen, dass dabei lebendige und spritzige Dialoge herauskommen.




Die Entwicklung der Protagonisten ist sagenhaft und schreitet bis zum Ende des Buches stetig fort. Die Personen durchleiden alles – von Leid bis große Gefühle… das macht alles so greifbar. Der Leser kann bis zum großen Ende mitfühlen und –fiebern und bleibt am Schluss atemlos zurück.
Auch wenn ich glaube Emma möchte ihre Lese durch Herzversagen ins Grab bringen, muss man sie für dieses Buch lieben!
Glück, Liebe, Tränen, Abenteuer… in „Wir. Für Immer.“ stecken alle großen Emotionen und warten darauf, raus gelassen zu werden.

Bewertung

Cover 5/5
Klapptext 5/5
Story 5/5
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Gesamt



Quellen:
Cover, Rückansicht und Klapptext von Amazon 
Zitatbilder selbstgestaltet - Text "Wir. Für Immer." von Emma Wagner, Bild Original von Emma Wagner auf Facebook bereitgestellt

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